Annatina Schorno
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Physiotherapie Schwyz

Diskret, fachlich kompetent, spezialisiert. Das ist Physiotherapie für die Frau!

Die Schwangerschaft und die Geburt sind grosse Risikofaktoren für Becken-, Rücken- und Beckenbodenbeschwerden. Fast die Hälfte der schwangeren Frauen haben Becken- oder Rückenbeschwerden, welche bei einem Viertel der Frauen nach der Geburt immer noch vorhanden sind. Auch die Anzahl Frauen mit Beckenbodenbeschwerden ist sehr hoch, leiden doch rund die Hälfte der Frauen nach einer vaginalen Geburt an Belastungsinkontinenz oder Senkungsbeschwerden.
Prävention, Begleitung und Behandlung dieser Beschwerden gehören zu meinen Kompetenzen als Beckenphysiotherapeutin.

Der weibliche Beckenboden - ein "Muskelpaket" der besonderen Art

Der Beckenboden ist der bindegewebig-muskulöser Boden der Beckenhöhle. Er schliesst das knöcherne Becken nach unten ab. Diese verborgene Muskulatur stützt und stabilisiert die inneren Organe wie Blase, Gebärmutter und Darm und sichert dadurch ihre Lage. Der Beckenboden unterstützt den Verschluss der Harnröhre und des Darmausganges und gewährleistet dadurch die Kontinenz. Kontinent sein bedeutet, kontrolliert Urin, Wind oder Stuhlgang zurückzuhalten und abzugeben. Der Beckenboden erfüllt zwei gegensätzliche Funktionen: auf der einen Seite ist dies Anspannen zum Stützen und Verschliessen auf der anderen Seite ist dies Entspannen während den Entleerungsvorgängen wie Wasserlassen, Stuhlgang oder Geburt.

Ursachen für Störungen

Allgemeine Muskelschwäche, chronischer Husten, Folge von Schwangerschaft und Geburt, Operationen, Bindegewebsschwäche, Übergewicht, erhöhte körperliche Aktivität, schlechte Haltung usw. können Ursache für Störungen im Bereich des Beckenbodens sein.

Beckenboden-Rehabilitation

Umfasst die physiotherapeutischen Massnahmen welche bei Harn- und Stuhlinkontinenz, bei Blasen und Darmentleerungstörungen, bei chronischer Verstopfung, bei Senkungen der Beckenorgane, Störungen der Sexualfunktion und bei Schmerzen im Genital- und Beckenbereich angewendet werden. Sie umfasst auch die Begleitung von Frauen während der Schwangerschaft, vor und nach der Geburt. Es handelt sich um eine konservative (d.h. nicht operative) Therapieform, die befundorientiert, individuell massgeschneidert und in Einzelbetreuung erfolgt (PELVISUISSE).

Funktionsstörungen der Blase

Definiert wird Inkontinenz als ein unwillkürlicher Abgang von Urin, bemerkt oder unbemerkt.
Die Steuerung des Verschlusses und/oder der Entleerung des Speicherorgans Blase ist gestört und es kann zum Verlust von Urin und/oder zu übermäßigem Drang zu ungelegener Zeit an ungeeignetem Ort kommen. Inkontinenz ist nicht nur ein medizinisches, sondern auch ein soziales und hygienisches Problem, das die Lebensqualität beeinträchtigen kann.

Es werden verschiedene Inkontinenzformen beschrieben: Am häufigsten treten die Belastungs- und Dranginkontinenz auf; diese können aber auch kombiniert vorkommen (Mischinkontinenz).

Belastungsinkontinenz (SUI)

Bei einer Belastungsinkontinenz tritt Urinverlust auf bei körperlicher Anstrengung wie Husten, Heben von Lasten und Springen. Bei körperlichen Belastungen wird der Druck im Bauchraum und damit der Druck auf die Blase erhöht. Bei einem ungenügenden Verschluss der Harnröhre und/oder einer Beckenboden Funktionsstörung kommt es zu einem unfreiwilligen Urinverlust.

Die Belastungsinkontinenz ist die häufigste Form der Harninkontinenz. Frauen sind dabei weit häufiger betroffen als Männer.

Die Ursachen von einer Belastungsinkontinenz können Folgen von Schwangerschaften, vaginalen Geburten, gynäkologischen Operationen, Organsenkungen/-vorfällen, Alterungsprozessen (insbesondere durch die Hormonumstellung in der Menopause) sein. Auch bei Übergewicht, Bewegungsmangel und schwerer körperlicher Arbeit kann es zu einem Defizit im Harnröhrenverschlussapparat oder zu einer Dysfunktion des Beckenbodens kommen.

Physiotherapeutische Ansätze

· Beckenbodenmuskeltraining
· Verhalten in Alltagsaktivitäten und Sport Empfehlungen zum Trink- Miktionsverhalten
· Biofeedback
· Pessaranwendung
· Elektrostimulation

Dranginkontinenz/überaktive Blase (OAB)

Die Dranginkontinenz ist durch ein starkes Harndranggefühl im Zusammenhang mit unwillkürlichem Urinverlust gekennzeichnet. Bei der überaktiven Blase kommt es hingegen nicht unbedingt zu einem Urinverlust. Patienten mit einer Dranginkontinenz oder überaktiven Blase haben zudem eine erhöhte Frequenz des Wasserlassens (mehr als acht Mal pro Tag), wobei häufig nur kleine Urinmengen ausgeschieden werden. Oftmals kommt es auf dem Weg zur Toilette zum Harnverlust. Zusätzlich kann es zu gehäuftem nächtlichen Wasserlassen kommen. Wird man nachts mehr als einmal durch ein starkes Harndranggefühl aus dem Schlaf geweckt, spricht man von einer Nykturie.

Mischinkontinenz

Bei der Mischinkontinenz sind die Patienten sowohl von Symptomen der Dranginkontinenz als auch von Symptomen der Belastungsinkontinenz betroffen. Dabei können die Symptome beider Inkontinenzformen unterschiedlich ausgeprägt sein. Oft tritt bei der Mischinkontinenz eine der beiden Inkontinenzformen stärker in Erscheinung.
Die Häufigkeit der Mischinkontinenz steigt vor allem mit fortschreitendem Lebensalter. Besonders Frauen ab dem 50. Lebensjahr sind von dieser Form der Inkontinenz betroffen. Nach der Belastungsinkontinenz ist sie die zweithäufigste Inkontinenzform bei Frauen.

Überlaufblase

Bei dauernder Blasenüberdehnung aufgrund einer Obstruktion in der Blase oder in der Harnröhre, einer peripheren Blasendenervierung oder nach Inkontinenzchirurgie kann es zu unwillkürlichem Verlust von Urin kommen. Dabei übersteigt der Blaseninnendruck, den Verschlussdruck der Harnröhre was zu einem kontinuierlichen 'überlaufen' der Blase führt.

Physiotherapeutische Ansätze

· Empfehlungen zum Trink- Miktionsverhalten
· Verhaltenstraining der Blase
· Verhalten in Alltagsaktivitäten und Sport
· Beckenbodenmuskeltraining
· Elektrostimulation
· Biofeedback
· Pessaranwendung

Senkungen der Beckenorgane

Unter Descensus, Prolaps wird ein Tiefertreten der Beckenorgane Blase, Gebärmutter und Darm verstanden. Diese können sich einzeln oder kombiniert, mehr oder weniger tief senken. Die Beschwerden reichen von lästigem Schweregefühl am Damm, bis zum vollständigen Heraustreten der Scheidenwand. Begleitsymptome können Schmerzen, Probleme beim Geschlechtsverkehr, erschwerte Blasen- oder Stuhlentleerung sein.

Senkungen können durch Schwangerschaften und Geburten, Bindegewebeschwäche und/oder schwache Beckenbodenmuskulatur oder häufig wiederkehrende Belastungen des Beckenbodens durch chronischen Husten, Verstopfung oder Übergewicht. Je nach Ausmaß des Problems kann die physiotherapeutische Beckenboden-Rehabilitation den Zustand verbessern, vorsorglich einer Verschlechterung entgegenwirken oder vor/nach einer Operation eingesetzt werden.

Physiotherapeutische Ansätze

· Beckenbodenmuskeltraining
· Biofeedback
· Elektrostimulation
· Pessaranwendung Instruktionen zum Verhalten in Alltagsaktivitäten und Sport

Schmerzen im Becken- und Genitalbereich

Anhaltende Schmerzen oder wiederkehrende Schmerzepisoden im Bereich des Beckens und Beckenbodens werden als chronic pelvic pain syndrom (CPPS) bezeichnet. Die Ursachen sind häufig unklar und ohne manifeste Infektionen oder erkennbaren Pathologien. Sie enthalten Diagnosen wie Dyspareunie, Vaginismus, Anismus, Vulvodynie, Beckenringschmerzen, Coccygodynie und anorektale Schmerzen. Die Störungen haben Tendenz zu chronifizieren. Der Leidensdruck ist hoch.

Die Symptome des CPPS sind mannigfaltig. Dabei muss es sich nicht nur um Schmerzen handeln sondern typischerweise auch um Beschwerden wie Brennen, Stechen, Kribbeln, häufigem und starkem Harndrang, Druck- Krampf- oder Verspannungsgefühlgefühl oder einfach einem unangenehmen Bewusstsein an einem Ort, wo man normalerweise im Alltag keine Empfindung verspürt. Eine andere häufige Bezeichnung lautet chronische Zystitis.

Die Schmerzen können über dem Schambeinknochen im Bereich der Blase, entlang der Harnröhre, im Bereich der Labien, Klitoris, am Scheideneingang, am Damm (zwischen Scheideneingang und After), am After oder am Steissbein mit Ausstrahlungen in die Leiste oder in den Bauch auftreten. Die Symptome können konstant oder intermittierend, z.B. nur nach dem Wasserlösen, nach dem Stuhlen oder nach der Sexualität bemerkbar sein. Oft kann langes Sitzen, enge Kleidung oder Stress die Beschwerden verstärken.

Die Symptom Palette kann durch Verkürzungen der am Becken angrenzenden Muskulatur oder Verspannung der Beckenbodenmuskulatur mit eventueller Bildung von Triggerpunkten entstehen oder unterhalten werden. Diese können gezielt physiotherapeutisch behandelt werden. Wie bei allen Rehabilitationsmassnahmen wird auf Grund des Befundes ein individueller Behandlungsplan erstellt.

Fuktionsstörungen in der Schwangerschaft und nach der Geburt

Schwangerschaft, Geburt und anschließende Zeit erfordern vom mütterlichen Organismus außerordentliche Anpassungen. Die physiotherapeutischen Maßnahmen unterstützen die normal ablaufenden Prozesse mit Hauptaugenmerk auf muskuloskelettale Strukturen. Bei Beschwerden und krankhaftem Geschehen wird gezielt behandelt, bei:

· Rücken-/Beckenringschmerzen vor und nach der Geburt
· Schmerzen und Dekonditionierung bei längerer Liegezeit vor der Geburt
· Urininkontinenz
· Stuhl/Windinkontinenz
· Verstopfung mit/ ohne Hämorrhoiden
· Schmerzen im Bereich des Damms und Genitalien nach Dammriss-/schnitt
· Fremdkörpergefühl in der Scheide
· Allgemeine Bauchmuskel -und Beckenbodenmuskelschwäche

Im Vordergrund der Rehabilitation unmittelbar und in den ersten Wochen nach der Geburt steht der richtige Einsatz von Bauch- und Beckenbodenmuskulatur im Alltag. Alle Tätigkeiten sind erlaubt, wenn darauf geachtet wird, dass diese Muskeln nicht passiv überdehnt werden sondern aktiv zur Stabilisation eingesetzt werden. Z.B. beim Heben des Kindes, stoßen des Kinderwagens, Husten. Entlastungsstellungen (z.B. Bauchlage oder Stillen in Seitenlage) unterstützen in den ersten 3 Wochen die Heilungs- und Rückbildungsprozesse.

Physiotherapeutische Ansätze

· Beckenbodenmuskeltraining
· Instruktion zum Verhalten in Alltagsaktivitäten und Sport
· Information und Beratung
· Biofeedback
· Elektrostimulation

Muskuloskelettale Funktionsstörungen

Der Beckengürtel besteht aus dem Kreuzbein, Steissbein, den beiden Beckenschaufeln und des Schambeins. Durch den Bandapparat sowie durch die Muskulatur von Bauch, Gesäss, Rücken und Beckenboden ist die Stabilität des Beckens gewährleistet.

Welche Probleme können im Körperabschnitt Becken entstehen?

· Instabilität oder schlechte Motorische Kontrolle im Becken/Lendenwirbelsäule Bereich
· Schwangerschaft/geburtsbedingte Symphysen-Lockerung oder hormoneller Lockerung des Bandapparates
· Blockierte/überbewegliche sakroilliakale Gelenke
· überaktive Beckenbodenmuskulatur
· Schmerzen
· Triggerpunkte

All die oben genannten Funktionsstörungen können zu Schmerzen im Bereich Rücken, Bauch, Hüfte, Beckenboden sowie Ausstrahlungen in die Beine führen. In der physiotherapeutischen Behandlung von Beckengürtel Schmerzen wird mit verschiedenen physiotherapeutischen Massnahmen die muskuläre Balance der Beckenbodenmuskulatur angestrebt um somit eine Schmerzreduktion zu erreichen.

Funktionsstörungen des Darms

Funktionsstörungen des Darms haben oft mehrere Ursachen und beeinträchtigen die Lebensqualität massiv. Das Schamgefühl ist um einiges höher als bei Blasenproblemen. Viel zu wenige Patientinnen suchen Hilfe.

Stuhlinkontinenz

Eine Stuhlinkontinenz wird definiert als unfreiwilliger Abgang von festem oder flüssigem Stuhl, oder Gas aus dem Enddarm.
Zwei Arten von Stuhlinkontinenz können auftreten:

·Das unbemerkte Verlieren von Stuhl (Stuhlschmieren)
·Das nicht Kontrollieren können der Stuhlentleerung bei Stuhldrang

Ursachen für den Stuhlverlust können sein wenn der äußere Schließmuskel zu schwach ist, oder der Beckenboden sich gesenkt hat. Aber auch ein schwacher Beckenboden kann dazu führen, dass eine Darmsenkung wie eine Rektozele oder Rektumprolaps entstehen kann. Geburten und chirurgische Eingriffe können Defekte des Schliessmuskelapparates bewirken und/oder die Nerven schädigen. Unter Umständen treten die Symptome, wie Inkontinenz erst im Laufe des Lebens auf, wenn die Schädigung altersbedingt nicht mehr kompensiert werden kann.

Chronische Verstopfung/Obstipation

Von einer chronischen Obstipation spricht man, wenn eine Verminderung der Stuhlfrequenz (< 3x pro Woche) vorhanden ist, in mehr als 25% der Stuhlgänge ein starkes Pressen notwendig ist und ein Gefühl der inkompletten Entleerung auftritt. Die Ursache kann in einer ungenügenden Enstpannung oder sogar paradoxen Aspannung der Beckenbodenmuskulatur während der Defäkation liegen.

Die Sensibilität und das Fassungsvermögen des Enddarmes spielen eine bedeutende Rolle bei der Kontrolle des Stuhlgangs. Hypersensibilität des Rektums führt oft zu einem imperativen Stuhldrang. Diese Sensibilitätsstörung, wird häufig verursacht durch ein Fehlverhalten bei Stuhlinkontinenz. Bei Patienten mit einer Obstipation finden wir oft eine Hyposensibilität des Rektums. Verhaltensweise, neurologische Erkrankungen, Eingriffe wie Operationen oder Bestrahlung können diese beeinflussen.

Physiotherapeutische Massnahmen

Befundaufnahme und Untersuchung

Die physiotherapeutische Behandlung erfolgt nach einer eingehenden Besprechung der jeweiligen Probleme der Patientin oder des Patienten. Durch gezielte Fragen verschafft sich die Therapeutin ein genaues Bild der Beschwerden. Die anschliessende Untersuchung des Beckenbodens (Tastbefund intern und extern) ergänzt die Befundaufnahme. Um ein vollständiges Bild über die Muskelfunktion der Beckenboden-Muskeln, die Lage der inneren Organe (Blase, Gebärmutter, Darm) sowie allfällige schmerzhafte Bereiche zu erhalten, ist die vaginale oder rektale Untersuchung mit entsprechenden Tests sinnvoll und gibt wichtige Informationen zur Bildung eines konkreten Behandlungsplanes sowie der Prognose.

Behandlung

Wichtige Bestandteile der Behandlung sind die Schulung der Wahrnehmung des Beckenbodens und dessen korrekten Aktivierung und Relaxation, das Erarbeiten bzw. Anpassen von hilfreichem Verhalten, gezielte Kräftigung und Training der Beckenbodenmuskulatur und deren Integration in Alltags- und Sportaktivitäten. Bei Schmerzen, Verspannungen oder Triggerpunkten im Beckenboden reduzieren intravaginale oder rektale Behandlungstechniken die Symptome. Die Behandlung kann durch folgende Mittel und Hilfsmittel unterstützt werden.Die vorgehend erwähnten Behandlungsmöglichkeiten können durch apparative Massnahmen (EMG- oder Druck-Biofeedback und Elektrostimulation) sowie durch Hilfsmittel wie Ballon oder Dilatationsset unterstützt werden. Die Physiotherapeutin informiert zudem die Patientinnen über Hilfsmittel bei Senkungsbeschwerden. Deren Anpassung erfolgt meist durch die Gynäkologin oder den Gynäkologen.

Information und Beratung

Anhand von Bildern und Modellen wird die Lage und Funktion des Beckenbodens erklärt. Die Kenntnis und das Verstehen der Funktionsweise des Beckenbodens und der entstandenen Funktionsstörungen sind für den Erfolg der Therapie unerlässlich. Die Therapiemöglichkeiten und die Hilfsmittel sowie das weitere Vorgehen werden besprochen.

Verhaltenstraining der Blase

Beim Beckenbodentraining geht es nicht ausschließlich um die Stärkung des Beckenbodens, sondern auch um das Erlernen die Harndrangepisoden zu beherrschen.
Mit einer Kombination aus Verhaltens- und Beckenbodentraining können gute Behandlungserfolge verzeichnet werden. Ziel dieser Massnahmen ist es, wieder ein Gefühl für die eigene Blase zu erlangen und das Füllungsvolumens dieser einschätzen zu lernen um zum Beispiel vorzeitige Toilettengänge vorzubeugen.
Die Entleerung der Blase wird durch die Entspannung des Beckenbodens und durch bestimmte Körper-bzw. Sitzhaltungen erleichtert. Die richtige Position beim Wasserlösen ermöglicht eine vollständige Entleerung der Blase.

Verhaltenstraining vom Darm

Die Sitzhaltung beim Stuhlgang in Kombination mit dem Ausüben des richtigen Pressmanövers ist wichtig wenn man unter Obstipation leidet.

Trink- und Miktionsprotokoll

Das Protokoll wird zur Analyse des Trink- und Miktionsverhalten eingesetzt. Gemessen wird über drei Tage und drei Nächte: Trinkmenengen, Urinmengen, die Abstände der Blasenentleerungen, allfällige Drangepisoden und unwillkürlicher Urinverlust. Erhoben werden auch die Einnahme sowie die Art der Getränke und Medikamente. Auf dieser Basis können das Verhalten und/oder Gewohnheiten verändert werden.

Verhalten in Alltagsaktivitäten und Sport

Das Beckenbodenmuskeltraining wird integriert ins Training der Rumpfmuskulatur und soll den jeweiligen Anforderungen im Alltag und Sport genügen. Mögliche Beispiele:
Heben von Kleinkindern
Niesen bei Allergien
Bergabwärtswandern
Sportarten wie Golf, Tennis, Squash

Apparative Massnahmen und Hilfsmittel: eine Auswahl

Apparative Massnahmen und Hilfsmittel werden von der Physiotherapeutin befundorientiert angewandt und empfohlen. Diese werden begleitend/zusätzlich zum Beckenbodenmuskeltraining individuell eingesetzt.

Biofeedback

Das Biofeedback ist eine Rückmeldung der Beckenbodenmuskelaktivität via akustische und visuelle Signale. Die Muskelaktivität wird abgeleitet (vaginal/anal/äusserlich), der Patient erhält dadurch eine unmittelbare Antwort auf die Aktivität und Relaxation seiner verborgenen Muskulatur. Diese Lernhilfe unterstützt das aktive Training.

Elektrostimulation

Die Elektrostimulation hat zwei Anwendungsgebiete in der Beckenbodentherapie:
Eine schwache Muskulatur kann elektrisch stimuliert und dadurch spürbar gemacht werden und dient somit der Wahrnehmungsschulung.
Die Blase kann durch die elektrische Neuromodulation indirekt beruhigt werden.

Vaginalgewichte

Unterschiedliche Hersteller bieten Vaginalgewichte mit unterschiedlichen Formen und Gewichten an. Sie werden bei einem unteraktiven Beckenboden vaginal eingesetzt. Die Aufgabe besteht darin, zu verhindern, dass das Gewicht aus der Scheide heraus gleitet. Diese Anwendung fördert die Wahrnehmung und Aktivierung der Beckenbodenmuskulatur während den Aktivitäten im Alltag (kann z.B. während dem Duschen getragen werden) im Sinne von Multitasking.

Pessare

Die Physiotherapeutin informiert sie über die unterschiedlichen Pessare. Aufgabe aller Pessare ist es, bei Senkungen der Gebärmutter, der Blase oder des Darms die störenden Senkungsbeschwerden zu reduzieren in dem sie die inneren Organe Stützen. Ebenfalls kann das Tragen von Pessaren einen positiven Einfluss auf die Inkontinenz ausüben.
Die genaue Anpassung erfolgt meistens über die Gynäkologin. Sogenannte Einweg-Pessare oder Vaginal-Tampons mit der gleichen Funktion erhalten Sie auch bei spezialisierten Beckenboden Physiotherapeutinnen.

Behandlungsort

Gerne behandle ich Sie in den Räumlichkeiten der Physiotherapie Schepens, Föhneneichstrasse 8, 6440 Brunnen.
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Termine

Privat oder auf ärztliche Verordnung.
Nach Vereinbarung.

Preise

Physiotherapie mit ärztlicher Verordnung
Gemäss Tarifvertrag Grundversicherung Krankenkasse und UVG

Physiotherapie ohne ärztliche Verordnung
Fr. 90.00 für 45 Minuten
Fr. 120.00 für 60 Minuten

Klassische Massage ohne ärztliche Verordnung
Fr. 60.00 für 30 Minuten
Fr. 90.00 für 45 Minuten
Fr. 120.00 für 60 Minuten
Bitte informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse, wie viel Ihnen über Ihre Zusatzversicherung zurückvergütet wird. In der Regel sind dies 70-100%.